Die häufigsten Fehler beim Betrieb eines Aggregats, und warum sie teuer werden können

Die häufigsten Fehler beim Betrieb eines Aggregats – und warum sie teuer werden können
Im Umgang mit Notstromaggregaten gibt es eine Handvoll Fehler, die sich in der Praxis immer wieder zeigen. Die meisten davon sind vermeidbar. Trotzdem landen sie regelmäßig auf dem Tisch unserer Techniker, häufig verbunden mit Folgeschäden, die weit über das ursprüngliche Problem hinausgehen.
Falscher oder gealterter Kraftstoff
Diesel, der über Monate im Tank steht, altert. Es bilden sich Ablagerungen und Schlamm, im schlimmsten Fall siedeln sich Mikroorganismen an, ein Phänomen, das als Dieselpest bekannt ist. Das Ergebnis sind verstopfte Filter, beschädigte Einspritzdüsen und im Extremfall ein Motor, der im entscheidenden Moment nicht anspringt. Kraftstoff sollte regelmäßig geprüft und bei längerem Stillstand erneuert werden.
Betrieb unter Teillast
Dieselaggregate sind auf eine Auslastung von etwa 70 bis 80 Prozent ihrer Nennleistung ausgelegt. Wer sein Aggregat dauerhaft unter geringer Last betreibt, riskiert Verkohlung im Inneren des Motors: Kraftstoffrückstände verbrennen nicht vollständig und setzen sich als Ablagerungen fest. Das schadet der Anlage langfristig und ist ein Fehler, der in der Praxis oft unterschätzt wird.
Die Batterie im toten Winkel
Die Batterie ist das erste Glied in der Kette, wenn ein Aggregat automatisch starten soll. Trotzdem wird sie bei der regelmäßigen Prüfung häufig vergessen. Bleisulfatablagerungen auf den Platten, ein sinkender Ladezustand oder schlichte Alterung führen dazu, dass der Startvorgang im Ernstfall ausbleibt, obwohl der Rest der Anlage einwandfrei ist.
Kein regelmäßiger Probelauf
Ein Aggregat, das monatelang nur steht, ist kein ruhender Ruhepol, sondern ein wachsendes Risiko. Dichtungen trocknen aus, Öl verliert seine Schmierwirkung, Drehzahlregler können verhärten. Regelmäßige Probeläufe unter Last halten die Mechanik in Schuss, laden die Batterie nach und zeigen frühzeitig, ob etwas nicht stimmt.
Überlastung beim Anfahren
Elektrische Geräte wie Pumpen, Kompressoren oder Maschinen mit Elektromotoren benötigen beim Start ein Vielfaches ihres normalen Betriebsstroms, den sogenannten Anlaufstrom. Wer das bei der Planung nicht berücksichtigt, riskiert eine Überlastung des Aggregats, die im besten Fall zur Abschaltung führt und im schlechteren Fall die Steuerungselektronik beschädigt.
Was diese Fehler gemeinsam haben
Keiner dieser Fehler kündigt sich laut an. Sie entstehen schleichend, über Wochen und Monate, und fallen erst dann auf, wenn das Aggregat gebraucht wird. Wer Betriebsfehler vermeiden und die Lebensdauer seiner Anlage schützen möchte, kommt um regelmäßige Inspektionen durch erfahrene Techniker nicht herum.